Hier stelle den Umbau eines "Rossini G 6011" vor, eine gründliche Revidierung ist vorausgegangen. Habe überlegt wie man den flachen fast dumpfen Ton verbessern könnte.
Die Höhen und Tiefen, sind nicht gerade Brillant, trotz nagelneuer EL 95 ist eine höhere Lautstärke verzerrt.
Das Problem für einen Austausch der EL 95 (Raa 10 K), auf EL 84 (Raa 5,2 K), ist der Endstufenübertrager, dieser ist ungeeignet, 5 K Differenz.
Ich habe mich trotzdem für einen Austausch der EL 95 auf EL 84 entschieden.
Diese Röhren EL 95 hat man in Röhrenradio`s Ost wie West verwendet, aber nicht all zu lange.
Diese Röhren verschleißen sehr schnell und vom Klang her nicht sehr bedeutend, man hat dann auf die EL 95 als Endstufen Röhre wieder verzichtet.
Mein hier vorgestelltes Projekt, ist ein " Schwert mit zwei Schneiden", wenn man die Heizung EL 95 6,3 V/ 0,2 A / EL 84 6,3 V/ 0,76 A vergleicht, so wäre eigentlich dieses Projekt messtechnisch im Ansatz, schon "verworfen".
Weiter ist die Skalenbeleuchtung mit 3 Soffitten 6,3 V/ 0,3 A, durch Filament Soffitten (dimmbar) ersetzt, die alte Skalenbeleuchtung 3 mal 6,3 V/300 mA, war mir zu diffus.
Die gesamte Stromaufnahme mit der Ansteuerplatine beträgt 107 mA, dadurch wird eine weitere Entlastung der Heizwicklung 6,3 V um 0,8 A erreicht.
Der Netztrafo 6,3 V muss somit eine Mehrbelastung von 1,44 A / 9 Watt verkraften und der macht das auch, der Netztrafo ist Handwarm und somit noch normal belastet. Sicherung 3; 6,0 A sollte auf 6,3 A mittelträge ersetzt werden.
Diese Schaltungsvariante existiert schon einige Jahre einwandfrei, ohne Probleme, somit ist das Heizungsstrom Problem EL 84 vorerst gelöst.
Die alten Platten Selengleichrichter hatten einen Spannungsabfall von 65 V, diese sind ersetzt durch einen Brückengleichrichter Selen, Siemens B 250-150-2,5b.
Ein Kühlkörper ist zusätzlich zur thermischen Kühlung am Blockgleichrichter montiert.
Habe selektive Röhren, 4 x EL 84 mit einer Stromaufnahme, 36,5 mA / 80%. verwendet, somit ergibt sich eine gesamte Stromaufnahme der Endstufenröhren 4 x EL 84 / 263 V Syst. 146 mA, wären es neue EL 84 (250V / 48 mA), dann würde die Anoden Sicherung 0,25 A /263 V Systemspannung, "fliegen".
Der Selen Brückengleichrichter, max. 250 V Wechselspannung, kann 150-200 mA verkraften, es ergibt sich eine gesamte Stromaufnahme für das Gerät von (192,9 mA), hart an der Grenze des belastbaren, so sollte man meinen.
Die zusätzliche Kühlung am Selengleichrichter, macht den Gleichrichter bei höheren Strömen über 200 mA stabiler, ein Jahr ohne Ausfälle.
Die Anodensicherung 200 mA muss ersetzt werden, durch 250 mA mittelträge.
Alle Messungen sind real am Gerät durchgeführt, verwende ausschließlich max. 220 - 222 Volt Netzspannung, in vielen Fällen kann die anliegende Netzspannung weit über 230 V betragen, Heizstrom / Anodenstrom werden ansteigen.
Ein Regeltrafo sorgt für Stabilität an der Primärwicklung / Netztrafo, zu viel Netzspannung wird nur in Wärme umgesetzt, was dem Trafo nicht gut tut.
Der Umbau von EL 95/EL 84, kann problemlos zurückgebaut werden.
|